Vorsprung verspielt, aber nicht den Sieg

  18.10.2016 •     Handball Frauen Frauen 1
Der Jubel nach dem 30:29-Heimsieg fiel beim Trainer Thomas Fürst verhalten aus.

Es schien fast so, als steckte ihm noch jede Menge Anspannung in den Gliedern. Dabei hatten es die Handballerinnen des TSV Schmiden am Sonntag zunächst bewerkstelligt, dass Thomas Fürst sich gelassen zurücklehnen konnte. Eine Viertelstunde vor dem Spielende führten die Gastgeberinnen nach einer fast durchweg überzeugenden Vorstellung gegen den Tabellenführer HSG Cannstatt/Münster/Max-Eyth-See mit 24:15. Nichts deutete darauf hin, dass es in dieser Landesliga-Begegnung noch einmal richtig spannend werden sollte.

„Doch dann sind wir ins Straucheln geraten", sagte Thomas Fürst. Nachlässigkeiten sowohl im Angriff als auch in der Abwehr brachten den Gästen neuen Schwung. Sie kämpften sich bis auf einen Treffer heran (26:27), doch am Ende sicherten sich die Schmidener Handballerinnen vor den rund 100 Zuschauern in der Oeffinger Sporthalle eben doch ihren ersten Saisonsieg.

Nach dem deutlichen Rückstand stellte die HSG ihre Abwehr um, damit kam das Team um die sechsfache Torschützin Susanne Castor nicht zurecht. Es verlor zunächst die Kontrolle über ein Spiel, bei dem es seine beste Saisonleistung gezeigt hatte. Erst am Ende ermöglichten Susanne Castor und Edona Kuqi mit ihren Treffern den Erfolg. Zuvor waren Shefkije Kuqi auf der Außenbahn mit fünf Treffern und die Torfrau Annalena Westhauser mit vier gehaltenen Siebenmetern besonders aufgefallen.

TSV Schmiden: Westhauser, Oettle – Castor (6/1), Shefkije Kuqi (5), Kost (4), Zettl (4), Kurzweg (3), Scheifele (3), Edona Kuqi (3/1), Fein (2), Patolla, Pohl.

erstellt von Maximilian Hamm von der Fellbacher Zeitung