Klarer Heimsieg mit Luft nach oben
Die Handballerinnen des HC Schmiden/Oeffingen haben am Samstagabend ihren fünften Sieg im sechsten Saisonspiel eingefahren. Gegen die bislang punktlose HSG Fridingen/Mühlheim gewann der HC-Verbund in der heimischen Sporthalle deutlich mit 44:33 (20:12) und liegt mit 10:2 Punkten auf Rang drei, hinter Spitzenreiter TuS Steißlingen (12:0) und der HSG Stuttgarter Kickers/TuS Metzingen 2 (11:1).
Dabei taten sich die Gastgeberinnen zunächst schwer. Nach dem 1:0 durch Kreisläuferin Silke Lutz gingen die Gäste mit 2:1 in Führung, beim 4:4 in der achten Minute nahm Trainer Adrian Awad eine Auszeit. Erst ein 6:0-Lauf zwischen der 16. und 22. Minute brachte die Wende: Aus einem knappen 10:9 wurde ein 16:9, Rückraumspielerin Larissa Bürkle traf in dieser Phase dreimal. Zur Pause stand es 20:12.
Nach dem Wechsel baute der HC den Vorsprung bis zur 35. Minute auf 24:14 aus, ehe Fridingen mit drei Treffern in Folge auf 26:18 (40.) verkürzte. „Wir hatten Phasen im Spiel, in denen wir in der Abwehr sehr kompakt standen, und dann haben sich auch die Gegentore minimiert“, sagt Lutz. „Aber wir hatten auch Phasen, wo wir hinten nicht kompakt standen, die Pässe an den Kreis zugelassen haben, was eigentlich nicht unser Ziel war, und auch vorne den Ball viel verloren.“ Beim 29:21 (45.) nahm Awad seine zweite Auszeit, danach zog sein Team wieder davon: 35:25 nach 51 Minuten, 42:29 kurz vor Schluss. Den Schlusspunkt für den HC setzte Bürkle fünf Sekunden vor dem Ende mit ihrem zehnten Treffer.
„Die Abwehrleistung war eigentlich die meiste Zeit okay, bis auf vielleicht manchmal die letzten fünf Sekunden, wo wir dann das blöde Kreisanspiel bekommen haben“, sagt Awad. Vor allem die Fehlerquote störte den Coach: „Ich glaube, es liegt sogar an den Fehlwürfen im Angriff, dass wir die 50 nicht geknackt haben.“
Bei Bürkle sah Awad im Vergleich zum 34:26-Auswärtssieg in Herrenberg eine Woche zuvor eine deutliche Steigerung – im Entscheidungsverhalten, in der zweiten Welle und bei der schnellen Mitte. Lob gab es auch für Lutz, die viermal traf und laut Awad versuchte, „die Abwehr zusammenzuhalten“, und dabei individuell ein starkes Spiel machte. Als derzeit einzige Kreisläuferin trägt sie viel Last: „Es läuft eigentlich ganz gut. Natürlich gehen einem Richtung Spielende irgendwann die Puste und die Kraft aus.“ Auf ihre Trefferquote angesprochen, meint sie trocken: „100 Prozent wären natürlich besser.“
Am kommenden Samstag, 31. Oktober, 18 Uhr, empfängt der HC in der Sporthalle beim Schulzentrum in Schmiden erneut daheim den TSV Birkenau.
Autorin: Stefanie Schulz