Ein Hauch von Bundesliga in Schmiden
  12.07.2019 •     TSV Schmiden Handball Jugend Männer Männer 1 Frauen

Der TSV Schmiden erwartet zum Auftakt des Ortsturniers Marcel Schiller und das Team von Frisch Auf Göppingen, mehrmals schon Europapokalsieger. Foto: Archiv

Die erste Mannschaft des TSV um ihren neuen Trainer Slavko Pustoslemsek empfängt an diesem Freitag, 19.30 Uhr, zum Auftakt des Ortsturniers das Profiteam von Frisch Auf Göppingen in der heimischen Sporthalle.

Wenn die Bundesliga-Handballer von Frisch Auf Göppingen um den Trainer Hartmut Mayerhoffer an diesem Freitagabend, 19.30 Uhr, zu einem Freundschaftsspiel in die Sporthalle nach Schmiden kommen, wird Sebastian Heymann nicht mit dabei sein. Der 21-jährige Rückraumspieler steht kurz vor der U-21-Weltmeisterschaft in Spanien (16. bis 28. Juli), wo er die deutsche Mannschaft als Kapitän anführen wird. Dennoch ist die Freude groß bei den Handballern des TSV Schmiden, die bereits Mitte Juni in die Saisonvorbereitung eingestiegen sind, gegen dieses etablierte Bundesliga-Team um Spieler wie Marcel Schiller, Tim Kneule oder auch Jacob Bagersted antreten zu können. Auch der neue Trainer Slavko Pustoslemsek blickt gespannt auf das Testspiel im Rahmen des 50. Schmidener Ortsturniers gegen die Profis aus Göppingen, die sich erst seit dieser Woche auf die anstehende Runde vorbereiten. Der neunmalige deutsche Hallenmeister, dessen Spieler bereits von 18 Uhr an in Schmiden sein werden, erreichte in der vergangenen Saison den achten Tabellenplatz und kann in diesem Jahrzehnt auf vier Europapokalsiege zurückblicken, der jüngste Erfolg datiert aus dem Jahr 2017. „Das Kribbeln ist da“, sagt Slavko Pustoslemsek, der dem Spiel allerdings keine allzu große sportliche Bedeutung zugesteht. Der Unterschied zwischen der Bundesliga und der Württemberg-Liga – dazwischen liegen drei Spielklassen – ist doch zu groß. Und die Göppinger haben auch ohne Sebastian Heymann noch genügend Topspieler in ihrem Team.

Auch beim TSV Schmiden werden nicht alle Akteure dabei sein können. Der Kreisläufer Marco Kolotuschkin und der Spielmacher Lukas Lehmkühler, die bereits gegen Ende der vergangenen Saison verletzungsbedingt ausgefallen waren, sind zwar wieder ins Training eingestiegen, pausieren aber an diesem Freitag. Der Tormann Jan David ist im Urlaub. Dagegen werden sich die Zugänge Daniel Fesser (TV Neuhausen/Erms II), Finn Graykowski (Hbi Weilimdorf/Feuerbach) und Tobias Pichler (SV Kornwestheim, früher HSC Schmiden/Oeffingen) wohl präsentieren. Und auch der Rückkehrer Lucca Holder, der 2014 zum TSV Neuhausen/Filder in die dritte Liga gewechselt war, steht im Kader des TSV Schmiden.

Der Trainer Slavko Pustoslemsek ist mit positiven Eindrücken in seine neue Aufgabe gestartet. Beim Schmidener Verbund haben er und sein mitspielender Assistent Christian Müller in den ersten Trainingswochen viel in die Athletik und die Abwehrarbeit investiert. Und der Coach hat gemerkt, dass die Spieler noch immer am Negativerlebnis des verpassten Aufstiegs in die Baden-Württemberg-Oberliga nagen. „Aber das ist eine Erfahrung, die sie mitnehmen müssen. Der Fokus liegt jetzt auf der neuen Saison“, sagt Slavko Pustoslemsek, der diese Einschätzung mit dem Sportlichen Leiter Sebastian Stump teilt.

Zunächst aber steht das Ortsturnier in Schmiden an, und hier ist die Begegnung der ersten Mannschaft mit den Profis aus Göppingen, zu der die Veranstalter um den Abteilungsleiter Wolfgang Bürkle rund 600 Zuschauer erwarten, nur der Auftakt. Am Samstag, 11 Uhr, steht ein Turnier der D-Jugendlichen bevor. Von Montag an folgt wie gewohnt ein Hobbyturnier, das in verschiedene Spielklassen eingeteilt ist (Profi-Mixed-Klasse, Jubiläumsklasse, Ü45, Mixed-Klasse), und zum Abschluss am 21. Juli ein Frauenturnier, bei dem das Team des HC Schmiden/Oeffingen unter anderen auf den Drittligisten HSG Rodgau-Niederroden treffen wird.

Der Ligabetrieb startet für die Frauen und Männer aus Schmiden erst im September, doch die Spiele beim Ortsturnier, beim 14. Rolf-Bürkle-Gedächtnis-Turnier, sind eine willkommene Abwechslung in der Vorbereitung. Hier, wie auch beim Hobbyturnier, werden die Zuschauer sicherlich auch ab und an den Kempa-Trick sehen. Ein Spielzug, der nach dem ehemaligen Spieler und Trainer Bernhard Kempa benannt wurde. Der vor rund zwei Jahren verstorbene Bernhard Kempa hat in der Mitte des vergangenen Jahrtausends die Geschichte von Frisch Auf Göppingen maßgeblich geprägt.


erstellt von Maximilian Hamm von der Fellbacher Zeitung